14. Oktober 2001

Vor fast genau einem Jahr wurde die Idee XXS RACING BERLIN - Slot Racing für den Küchentisch geboren. Der Auslöser waren meine beiden linken Hände, die ein brauchbares Bastelergebnis schon im Keim ersticken, dafür klappt das Fahren in der Regel deutlich besser. Auf der Suche nach einem geeignetem Maßstab landete ich kurz über lang bei den HaNullern. Irgendwie konnte ich mich schwach an die alte Fallerbahn erinnern. Zu der Zeit als ich sie kennenlernte waren gerade die AFX Gplus angesagt, damals war ich völlig platt wie schnell diese Dinger waren. Was folgte war ein Posting im dscf Forum, ein, zwei Anrufe in der Slotbox, nun mußte ich nur noch meinem Schatz alles erklären: Stirnrunzelnd nahm Sie mein "... bleib ruhig, das passt alles auf einen Küchentisch" zur Kenntnis, dafür werde ich heute schon mal als Lügner hingestellt, was soll`s, die Bahn steht ... ;-)

 

Die folgenden Wochen waren geprägt von Testfahrten und dem Erstellen eines Kleinstregelwerkes. Einfach sollte es sein, überschaubar und wenn möglich auch allen Neulingen die Möglichkeit geben ohne vorherigen Bankbesuch mitzufahren ... dazu meine persönlichen Anforderungen: Abwechslungsreiche Bahnen, transportabel, ohne Werkzeug aufzubauen und Spaß ohne Ende. Der erste ernsthafte Test war dann unser X-mas Race und die Westend 500. Und was ich nicht zu hoffen gewagt hatte gelang. Man kann mit den Kleinsten völlig problemlos spannende, schnelle Rennen fahren, direkt aus der Schachtel auf die Bahn, das allerbeste dabei: Der Verschleiß tendiert gegen Null. Das war es, kein schrauben, kein tunen, fahren, fahren, fahren ...

 

"Laß uns mal eine ganze Rennserie fahren ..." kaum ausgesprochen und schon gings los ... noch mehr Spaß!! Na ja, der Rest der Geschichte ist auf diesen Seiten in Zahlen und Worten dokumentiert. Der nächste Schritt war: Das erste HaNULL RWE am 27. April diesen Jahres. Man nehme eine Kneipe, genauer gesagt einen Nebenraum, stecke eine 6 spurige Bahn zusammen, rühre ein wenig die Werbetrommel und läßt die Jungs einfach mit Ihren Auto`s allein spielen. Okay, die Menge der Besucher war überschaubar, aber letzlich hatten die die kamen Ihren Spaß. Tomy gegen LifeLike, Mattel gegen T-Jet, jeder gegen jeden, ohne Rundenzeiten, ohne Regelwerk ... das hatte so was von Weihnachten 1969, die Bengels an der Carrerabahn rund um den Weihnachtsbaum.

 
ein Jahr später

Seid Anfang des Jahres sind wir 3 komplette Rennserien, jeweils auf 4 verschiedenen Bahnen gefahren, dazu 2 Ovalrennen, unsere Pisten standen im Keller, im Wohnzimmer, in der Garage, 10m, 15m, über 20m, lange Geraden, enge Kurven, eklige Brücken, Schikanen und Steilkurven, als Krönung einen Hairpin! Es gab keine Bahn die als unfahrbar eingestuft wurde, wir hatten keine Probleme mindestens 4 Fahrer an die Piste zu bekommen, die Jungs & Mädels bekämpfen sich hart aber fair ... ein Ende ist nicht abzusehen ...

 

Der Zufall wollte es wohl so das am letzten Wochende Familie Umpfenbach in der Stadt verweilte, was lag näher als sie zu einem unserer Events zu bitten. Das brauchte keine großen Überredungskünste, Birgit und Axel waren mit dabei. Ob oder wie es Ihnen gefallen hat ... --- Umpfi auf Testfahrt ---

 
Fazit:

Das erste Jahr ist schwer, das zweite noch viel schwerer, das ist nicht anders als beim Fußball, es gilt die Euphorie mitzunehmen, den Abstieg zu vermeiden. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken: bei Speedmama Susi, die zwar einen aufgeräumten Küchentisch hat, aber in unregelmäßigen Abständen auf Ihr Wohnzimmer vezichten muß. Als kleine Gemeinheit macht Sie uns Jungens an einigen Tagen das siegen schwer ... bei Manfred & Joachim die nicht müde werden das Ganze zu unterstützen, bei Andreas I & II, bei Peter, Lutz-Martin und alle Gastfahrer ohne die unser XXS Racing Berlin nicht das wäre was es ist ... DANKE!!